Wer sind wir

Die Non-Profit-Organisation Volontarius wurde im Jahr 1998 in Bozen gegründet und stützt sich auf die Kultur und die Grundsätze der Freiwilligenarbeit. Unser Wirken beruht auf den Prinzipien der Unentgeltlichkeit, des Teilens, der Aufnahme und der Gegenseitigkeit. Wir unterstützen Menschen in Not, die, aus welchen Gründen auch immer, an den Rand unserer Gesellschaft gedrängt werden. Diese Unterstützung ist mehr als nur Hilfe, sie fördert die persönliche Entwicklung und die Übernahme von Eigenverantwortlichkeit.

Der in Bozen gegründete Verein Volontarius widmet sich der Unterstützung von im Gebiet lebenden Menschen, die von sozialer Ausgrenzung bedroht sind. Im Verlauf der Jahre wurden verschiedene Dienste eingerichtet, mit denen gezielt den sozialen Phänomenen unserer Epoche entgegengewirkt werden soll. Das Stadtgebiet von Bozen hat sich dementsprechend weiterentwickelt und ist nun darauf vorbereitet, Personen zu unterstützen, die unter diesen Phänomenen leiden. Im Sinne der sogenannten „Gemeindeentwicklung“ fördert Volontarius ein kulturelles Umfeld, in dem sich jeder Einzelne für den Aufbau einer gerechteren Gesellschaft mitverantwortlich fühlt. Verantwortung zu übernehmen und an der Gemeinschaft teilzuhaben, bedeutet, sich mit den eigenen, oft hemmenden Ängsten auseinanderzusetzen und unseren Empfindungen gemeinsam einen Wert zu geben. Nur auf diese Weise können wir eine verantwortungsbewusstere, gerechtere Gesellschaft und Zusammenhalt schaffen.

Die Idee, die hinter Volontarius und seiner Arbeit steht, ist allem voran der Respekt für die Würde des Menschen. Jeder Mensch ist wichtig, weil er existiert, unabhängig davon, wer er ist, woher er stammt und was er tut. Dies müssen wir uns tagtäglich vor Augen führen und diese Botschaft an alle Personen weitergeben, denen wir begegnen. Im Sinne dieser Konfrontation und des Teilens stellen auch unsere Treffen mit Schülerinnen und Schülern, Gruppen, Pfadfindern und vielen anderen wichtige Gelegenheiten dar, um den Grundsatz, auf dem unsere Tätigkeit beruht – die Bedeutung des Menschen – zu vermitteln. Uns ist bewusst geworden, dass die Verteidigung dieses Grundsatzes nicht selbstverständlich ist. Als primäre Voraussetzung für den Aufbau dieser „neuen Welt“ den Menschen im Mittelpunkt zu sehen, ist für viele neu.

Unsere Arbeitsmethode stützt sich vor allem auf das Zuhören. Wenn wir die Bedürfnisse unseres Umfelds und der dort lebenden Menschen wirklich erkennen und verstehen wollen, müssen wir „auf Empfang schalten“, mit Hilfe der Instrumente, die uns in den verschiedenen Arbeitsphasen zur Verfügung stehen. Außerdem bringt diese Einstellung den Vorteil mit sich, dass das positive Denken und Kreativität, die jede Gemeinschaft und jede Gruppe in sich trägt, als treibende Kraft hervortreten.
Mit unserer Arbeit möchten wir:

  • Helfen, denn Menschen, denen es schlecht geht, die unter Hunger und Schmutz leiden, können nicht gut nachdenken.
  • Zuhören, damit ausgegrenzte Menschen, die mit niemandem reden können, nach der Befriedigung ihrer elementaren Bedürfnisse (Nahrung, Sauberkeit und Gesundheit), jemanden finden, der ihnen in die Augen sieht und aufrichtig zuhört, ohne sie zu verurteilen oder anzuklagen.
  • Begleiten: Alle, die ein neues Leben beginnen möchten oder Veränderungen anstreben, begleiten wir zu den entsprechenden sozialen Diensten, Gesundheitseinrichtungen oder Behörden – und fördern damit konkrete Beziehungen zu den Menschen vor Ort.

Dies sind unsere Ziele: Wir helfen zu kommunizieren, sich gemeinsam zu engagieren, aber auch Spaß zu haben, Interessen zu pflegen und ein Gefühl für Solidarität zu entwickeln, indem wir Menschen in Not auf einem Stück ihres Weges begleiten. Wir regen dazu an, innezuhalten, zuzuhören, andere Rhythmen zu akzeptieren, ohne zu drängen oder unterschiedliche Maßstäbe anzusetzen, mit dem Mut, Stereotypen zu durchbrechen, Gewohnheiten zu ändern und ein kritisches Bewusstsein zu fördern. Ein Bewusstsein, mit dem wir in der Lage sind, zu unterscheiden, zwischen Konstruktivem und Destruktivem, zwischen klaren Standpunkten und Gleichgültigkeit, zwischen Liebe und Nicht-Liebe.

Wir wenden uns an:

  • Personen, die auf der Straße leben, von Ausgrenzung bedroht oder bereits ausgegrenzt sind
  • Opfer von Menschenhandel und Ausbeutung
  • Prostituierte
  • Erwachsene und minderjährige Einwanderer (unbegleitete minderjährige AusländerInnen)
  • Personen und Familien in schwierigen Situationen
  • Personen mit psychischen Problemen
  • Sozial benachteiligte und nicht benachteiligte Jugendliche, mit konkreten Möglichkeiten der Begegnung Studiengruppen, Jugendliche, Schüler, Pfadfinder-Gruppen und Künstler, mit Aktivitäten, die ihre Sensibilität für weniger bekannte Themen fördern und zum Nachdenken anregen.

Wir bieten folgende Dienste an:

  • Soziale Straßendienste (für Obdachlose und Opfer von Prostitution, Beobachtungsstelle)
  • Aufnahmeeinrichtungen (für minderjährige Zuwanderer, Geflüchtete, Obdachlose)
  • Einrichtungen für humanitäre Hilfe (SAU Bozen und BrennerKunst- und Freizeitaktivitäten)
  • Bekämpfung der Verschwendung von Lebensmitteln
  • Sammeln und Verteilen von Lebensmitteln und Medikamenten für Menschen in Not
  • Tiergestützte Therapie für Personen mit psychischen Erkrankungen
  • Förderung einer verantwortungsbewussten Bürgerschaft (Schulprojekte)
  • Förderung der Jugendaktivitäten mit dem virtuellen Museum „ZeitRoom“
  • Freiwilligenarbeit vor Ort und im Ausland
  • 24 Stunden aktive soziale Hotline unter der Nummer 0471 402 338