Unsere Geschichte

2008

Nach mehr als neun Jahren kostenloser Bereitschaftsdienste für die Bevölkerung, für Lokaldienste und bedürftige Personen hat Volontarius sein Angebot ausgebaut, um dem zunehmenden Bedarf im Territorium gerecht zu werden, und das Projekt für einen 24-Stunden-Bereitschaftsdienst auf Landesebene gestartet.

Nach zwei Jahren Tätigkeit im Rahmen des Projekts Gemeinsam anders wurde das neue Projekt Comunica Strada ins Leben gerufen.

Ab dem 22. Juli beteiligte sich Volontarius an der Planungsphase für soziale Assistenz und Integration des Projekts „Alba“ gemäß Artikel 18 des gesetzesvertretenden Dekrets (D.Lgs. 286/98) – Mitteilung 9.
Am 4. September erhielt Volontarius das Zertifikat EN ISO 9001:2000 für den Anwendungsbereich „Planung und Bereitstellung von Sozialhilfediensten“.

Aufgrund des großen Erfolgs der vorangegangenen Edition veranstaltete Volontarius erneut das multiethnische Fußballturnier für Jugendliche und das Projekt Final Summer Don Bosco. Begleitend zum Turnier fanden eine Vereinsmesse sowie ein Musikwettbewerb für Nachwuchs-Bands statt. Außerdem wirkte Volontarius als lokaler Vermittler für die Veranstaltung MANIFESTA 07 – Summer Drafts (eine Reihe interkultureller Workshops und Events unter der Leitung internationaler Künstler).

Am 9. Dezember verlängerte Volontarius seine Mitwirkung als Partner der Initiative „Comunità locali contro la Tratta: una Rete per il Territorio del Veneto 2“ der Stadt Venedig.

 

2007

Für das Projekt Ein Samen für die Zukunft erhielt Volontarius eine der sechs Auszeichnungen des Premio Arge Alp 2007, die für Initiativen zur Sensibilisierung von Jugendlichen für ehrenamtliche Tätigkeiten und Solidarität vergeben werden. Die Auszeichnung wurde in Bregenz zum Abschluss der Konferenz der Regierungsoberhäupter der teilnehmenden Regionen überreicht.

Ab dem 1. Januar verwaltete Volontarius in der Aufnahmeeinrichtung für unbegleitete minderjährige Einwanderer die gesamte Bildungs- und Einführungsarbeit für die Integration in den Arbeitsmarkt (ehem. Institut Kaos) und die Vermittlung für Firmen-Praktika. Mit dem Projekt Gemeinsam Anders förderte der Verein die Initiative „Soggiorno estivo creativo per un sostegno alla genitorialità“ und beteiligte sich aktiv an dem Projekt „VIVIcini – Campo Giovani Interculturale“ in Kooperation mit den Organisationen OEW und Young Caritas. Nach dem großen Erfolg im Jahr 2006 wurde das multiethnische Fußballturnier für Jugendliche der Stadt Bozen erneut organisiert.

Ab dem 1. Juli wurde der Verein von der Autonomen Provinz Bozen beauftragt, die Planungsphase für soziale Assistenz und Integration des Projekts „Alba“ gemäß Artikel 18 des gesetzesvertretenden Dekrets (D.Lgs. 286/98) – Mitteilung 8 umzusetzen.

Volontarius beantragte ferner die Anerkennung als juristische Person des Zivilrechts und die Eintragung in das Register juristischer Personen. Am 13. September wurde eine Kooperationsvereinbarung gemäß Mitteilung Nr. 2 – Assisztenzprogramme gemäß Artikel 13 – L. 228/2003 unterzeichnet, unter spezifischer Bezugnahme auf das Projekt Caracol für die Aufnahme von Minderjährigen und jungen Erwachsenen, die Opfer von Menschanhandel oder Versklavung geworden sind (2. Ausgabe in Kooperation mit der Cooperativa Sociale Dedalus Neapel). Am 14. Dezember wurde Volontarius Partner der Initiative „Comunità locali contro la Tratta: una Rete per il Territorio del Veneto 2“ der Stadt Venedig.

 

2006

Ab dem 1. Januar wechselt die Verwaltung für das Haus der Gastfreundschaft und das Krisenzentrum. Ab dem 1. Januar setzt Volontarius in enger Zusammenarbeit mit River Equipe das Projekt Streetworker um. Mit dieser Initiative sollen Jugendliche gefördert und Möglichkeiten der Integration und Begegnung zwischen Jungen und Mädchen gefördert werden, um der Ausgrenzung vorzubeugen. Hierzu suchen die Streetworker gezielt die Treffpunkte der Jugendlichen in der Stadt auf und stellen sich als Zuhörer zur Verfügung.

Dank dem Beitrag und der Unterstützung der Autonomen Provinz Bozen startet Volontarius das Projekt der Straßenbeobachtungsstelle auf Landesebene.

Volontarius wird Mitgründer der Genossenschaft C.A.S.A., die sich hauptsächlich der Begleitung und Unterstützung in Wohnungsfragen widmet – nicht nur zur konkreten Wohnungssuche, sondern auch mit dem Angebot von Bildung, Sozialunterstützung und sozialer Vermittlung. Außerdem fördert der Verein die Gründung eines Plenums der Nationalen Bewegung für aktive Bürgerschaft in Südtirol.

Volontarius beteiligt sich am Start des Projekts Pronto Fresco der Non-Profit-Organisation Banco Alimentare del Trentino Alto Adige Onlus. In Kooperation mit dem regionalen Plenum der Bewegung für aktive Bürgerschaft Südtirol organisiert Volontarius den 4. Tag der Sicherheit in Schulen. Ab dem 4. Juli beteiligt sich der Verein als Partner an dem Projekt JLS/2005/AGIS/045 „Sviluppo di una metodologia fondata sui diritti del fanciullo per l’identificazione e il supporto dei minori vittime di tratta“, finanziert über das AGIS-Programm der Europäischen Kommission – Generaldirektion Justiz, Freiheit und Sicherheit – und gefördert von Save the Children Italien.

Am 5. Dezember wird Volontarius von der Autonomen Provinz Bozen – Amt für Familie, Frau und Jugend – mit der Umsetzung des Projekts FSE Nr. 3/39/2006 Alba als Kontakteinheit beauftragt.

 

2005

Im Verlauf des Jahres 2005 wird das Krisenzentrum der Weggensteinstraße in die Aufnahmeeinrichtung in der Trientstraße 11 integriert und Volontarius übernimmt auch die Leitung des Projekts Haus der Gastfreundschaft für Männer italienischer Staatsbürgerschaft, die sozial ausgegrenzt oder wohnungslos sind. Außerdem wird der Bestimmungszweck des Krisenzentrums geändert, das von diesem Zeitpunkt an Personen mit gesundheitlichen Problemen aufnimmt (Genesung nach Krankenhausaufenthalten).

Im Rahmen des Projekts Jenseits der Siedlung für die Roma-Siedlung am Schloss Sigmundskron beginnt der gezielte und gemeinsam organisierte Transfer einzelner Familien in das Stadtgebiet. Gleichzeitig werden die neuen Bewohner der Siedlung für die Erhaltung der Einrichtungen und Anlagen sensibilisiert und Maßnahmen ergriffen, um das Zusammenleben der multi-ethnischen Gemeinschaft zu koordinieren und auf diese Weise ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Mit dem Projekt Jenseits der Spende wird nicht nur das Fundraising gefördert, sondern auch die Kultur der Menschlichkeit, des Gebens und der Gegenseitigkeit, auch auf der Ebene der Kommunikation und des sozialen Marketings.

Nach dem Erfolg der experimentellen Phase wird das Projekt Gemeinsam Anders ein finanziell gefördertes Projekt. Die Herberge für den Kältenotstand zieht von der Stadthalle „Palaresia“ in den Mehrzwecksaal „Orso Pippo“ um.

Das quartalsweise erscheinende Informationsblatt des Vereins Volinforma wird ins Leben gerufen und am Gericht Bozen unter der Nummer 20/2005 registriert.

Dank der engen Zusammenarbeit mit der Genossenschaft CONSIS (Consorzio Sociale di Sicurezza) im Rahmen der Projekte für das Haus der Gastfreundschaft / Krisenzentrum, Asylantenheim, das Zentrum für Minderjährige und die Roma-Siedlung erhält Volontarius das Qualitätszertifikat ISO 9001.

 

2004

In Kooperation mit den Ehrenamtlichen und den Erziehern des Vereins wird das experimentelle Projekt Gemeinsam Anders gestartet. Das Projekt fördert und unterstützt künstlerisches Schaffen als Quelle der Lebendigkeit und des regen Austauschs von Energie und Emotionen, um auf diese Weise Raum für kreativen Ausdruck zu schaffen, in dem sich Menschen begegnen und wohlfühlen können.

In Kooperation mit der Stadt Bozen, Schulen und der Freiwilligenorganisation Fivol (Fondazione Italiana del Volontariato) startet Volontarius das Projekt Erziehung zur Solidarität und zur aktiven Bürgerschaft. Damit wird auf die Notwendigkeit reagiert, in den Schulen der Stadt ein Bildungsangebot zur Förderung von solidarischem Denken und aktiver Bürgerschaft zu schaffen.

2004 war ein sehr wichtiges Jahr: Volontarius stellt sich selbst eine Mission – nämlich in Übereinstimmung mit den in der Satzung verankerten Zielen die Qualität und Effizienz seiner Arbeit zu steigern, um jederzeit im Zeichen einer aktiven und solidarischen Bürgerschaft zu handeln.

Außerdem wurde im Jahr 2004 die Verwaltung organisiert. Hierzu wurden in Kooperation mit allen Bereichsleitern die Aktivitäten und Ressourcen geplant sowie durch die Gründung der Verwaltungsdirektion die Administration, Buchhaltung und die Finanzverwaltung konsolidiert. Von besonderer Bedeutung war hierfür die Zusammenarbeit aller Akteure des Sozialbereichs in einem Netzwerk. Die Kooperation mit der Genossenschaft River Equipe wird weiter intensiviert.

 

2003

Volontarius beteiligt sich gemeinsam mit anderen Akteuren am Entwurf und dem Start des Projekts Alba. Ab Juli ist der Verein mit einer Mobileinheit auf den Straßen des Landes Bozen aktiv.

 

2002

Am 1. Juli startet das Projekt Ehrenamt und mehr, das sich speziell an Jugendliche wendet und darauf abzielt, sie durch globale Freiwilligenarbeit in einem harmonischen Wachstum zu unterstützen und eine Öffnung für Solidarität zu erzielen. 

Am 8. Dezember vereinbart der Verein mit der Stadt Bozen die Eröffnung eines Krisenzentrums für auf der Straße lebende Personen in besonders schwerwiegenden sozial-gesundheitlichen Situationen. Dies ist die erste Notunterkunft in Bozen, die auf der Straße lebende Familien aufnimmt. Ferner wird Volontarius Partner des Projekts Equal-Goal, einem Netzwerk für die Integration in den Arbeitsmarkt des Europäischen Sozialfonds.

 

2001

Start einer aktiven Zusammenarbeit mit den Sozialdiensten für Minderjährige und Erwachsene des Justizministeriums, mit Überlassung zur Betreuung auf Probe an den Sozialdienst, um Jugendlichen und Erwachsenen angemessenere Formen der Strafabgeltung bereitzustellen.

Am 28. Dezember wurde in Kooperation mit der Stadt Bozen die erste Herberge für den Kältenotstand eröffnet, nachdem im gleichen Winter diverse Wohnungs- und Obdachlose gezwungen waren, im Freien zu übernachten.

 

2000

Ab September widmet sich Volontarius unbegleiteten minderjährigen AusländerInnen (MiSNA), die gezwungen sind, auf der Straße zu leben, und beteiligt sich an der Planung des ersten Erstaufnahme-Zentrums sowie der Analyse der Landesgesetze mit Behörden und privaten Sozialvertretern.

 

1999

Am 23. Januar wurde offiziell der Verein „Associazione Volontarius Onlus“ gegründet.

Am 24. März wird im Rahmen einer Pressekonferenz das erste Projekt vorgestellt: Jenseits der Straße. Am Abend des 22. September 1999 unterstützt der Verein in einem Noteinsatz 25 Flüchtlingsfamilien mit Kindern, die in einer privaten Unterkunft der Stadt kostenlos aufgenommen werden (50 Tagesplätze für rund 2 Monate). So entstand das erste Soziale Nothilfezentrum, das zunächst nur für Übernachtungen genutzt und später zu einem 24-Stunden-Dienst erweitert wird.

 

1998

Am 9. Oktober fuhren einige Freiwillige erstmals mit einem Transporter zum Park am Bahnhof und zu den Grünanlagen am Talvera in Bozen. Mit jedem neuen Einsatz, Woche um Woche, wurde dieser Dienst zunehmend zu einem wichtigen Anlaufpunkt für Personen, die auf der Straße leben.